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   <title>Die Lagerkrieger mal wieder</title>
   <category term="politik" scheme="tag:swolter.sdf1.org,2007:" label="Politik"/>

   <content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
      <p>Der <a href="http://www.taz.de/pt/2007/03/27/a0166.1/text">Leitar­ti­kel 
         der mor­gi­gen taz</a> bezie­ht sich – mal wie­der
         – auf das bedin­gungs­lo­se Gr­undein­kommen. Ihr er­in­nert
         euch vie­lleicht: Das Gr­undein­kommen ist das Kon­zept, statt ei­ner
         My­ria­de so­zia­ler Be­zu­schus­sun­gen wie Ren­te, Arbeits­losengeld,
         So­zi­al­hil­fe, Kin­der­geld, BaFöG und Wohn­geld ein­fach al­len Bür­ge­rn
         Geld zum Leben zu geben. Ar­gu­men­te dafür gibt es ge­nug, und so haben
         die Basen al­ler Par­tei­en sich die­se For­de­rung schon lan­ge zu
         ei­gen ge­macht.</p>
      <p>Und offen ge­sagt: Das Mo­de­ll, an dem zur Zeit rumge­dok­tort wird,
         hat ein­fach den Kon­takt zur Ge­se­llschaft ver­lo­ren. Es wurde ge­macht
         für ein Volk, dessen Groß­teil entwe­der in der Fabrik schuftet oder
         vom Staat verbea­mtet wurde, sprich, über lan­ge Jah­re ein re­gelmäßi­ges
         Ein­kommen aus ei­ner fe­sten An­ste­llung bezie­ht. Es wurde ge­macht für
         ei­ne Wirt­schaft, der ei­ne Hor­de von Ho­no­rar­kräften, ei­ne Ge­ne­ra­ti­on
         Prak­ti­kum und arbei­ten­de Frau­en fremd wa­ren. Mit al­lem an­de­ren kommt
         die­ser Staat ein­fach nicht klar. Wo ist denn die Prak­ti­kan­tenbei­hil­fe?
         Nicht in Sicht. Statdessen über­legte der Pe­ti­ti­ons­aus­schuss heu­te
         mittag, wie er die Prak­ti­kan­ten bestmöglich in das Ra­s­ter presst 
         – sprich, in re­gulä­re Be­schäfti­gungs­ver­hält­nis­se.</p>
      <p>Aus diesen und an­de­ren Über­le­gun­gen her­aus war das Gr­undein­kommen
         in taz-Kreisen immer hoch an­ge­se­hen. Und jetzt kommt ein wei­te­rer
         Mensch der Ge­gen­sei­te und sagt ganz un­verblü­mt: „Tol­le
         Sa­che!” Je­der ver­nünfti­ge Mensch wür­de jetzt antwor­ten:
         „Schön. Ich se­he wir sind uns ei­nig. Jetzt han­deln wir!”
         Aber, aber doch nicht die taz und de­ren Mi­lieu, die ehe­mals al­ter­na­ti­ve
         Be­we­gung sa­mt po­li­ti­schem Arm, den Grü­nen. Men­schen, die ge­nau 
         deswe­gen po­li­tisch sind, weil es ei­ne Ge­le­gen­heit bie­tet, sich zu
         pro­fi­lie­ren. Da braucht die Po­si­ti­on noch nicht mal in sich
         kon­se­quent sein <a xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" href="#footnotetext1" name="footnotemark1" class="footnotemark">[1]</a>. Und dann son­nen
         sich die­se Lehn­stuhl­re­vo­luzzer in ih­rem Da­ge­gen­sein und ar­ran­gie­ren
         sich an­schließend mit die­sem schreck­li­chen, aber an­geblich nicht
         än­der­ba­ren Sy­s­tem.</p>
      <p>Die Link­s­par­tei mag aus Funk­tionä­ren und Be­triebs­rats­bon­zen
         be­ste­hen, aber so ver­lo­gen wie die­ser Hau­fen kann ei­ne Par­tei,
         die den Mumm zum Sin­gen der In­ter­na­tio­na­len hat, gar nicht sein.
         Die Fra­ge, bei welcher der bei­den lin­ken Par­tei­en ich im Zwei­fel
         ste­he,habe ich die­ser Ta­ge entschie­den.</p>
   <div class="footnotes"><p xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml"><a href="#footnotemark1" name="footnotetext1" class="footnotetext">[1]</a> CO2-Ausstoß sen­ken wol­len und 
         gleich­zei­tig Atomkraft­wer­ke dich­tma­chen</p></div></div></content>
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