Pnyxomancer

31. März 2008

Arme Irre am Tarifverhandeln

Abgelegt unter: PolitikSteve um 10:05

Also mal ehrlich: Beide Seiten haben sich mit der Arbeitszeitverlängerung im öffentlichen Dienst keinen Gefallen getan.

Man bedenke dazu: Wir sprechen über den öffentlichen Dienst. Den Bereich mit der ganzen Verwaltung. Verwaltung, das ist die Informationsverarbeitung des 20. Jahrhunderts, und so, wie es aussieht, haben wir im im 21. Jahrhundert Computer und Datenbanken für den Job. Niemand braucht mehr Verwaltungsfritzen im Rathaus, wenn man einfach seine neue Adresse online eintippt.

Verwaltungsfritzen sind jetzt schon überflüssig und zu viele. Und was machen Bund, Länder und Kommunen? Binden sich längere Arbeitszeiten dieser Leute auf die Nase. Jetzt sitzen unsere Sekretäre Freitags ein oder zwei Stunden länger rum, haben nichts zu tun und denken sich in ihrer Langeweile neue Formulare aus. Dankeschön!

Ich verstehe manchmal nicht, wieso ein Tarifvertrag nicht so aussehen kann:

  1. Die Beschäftigten des ÖD bekommen pro Stunde 4% mehr Lohn.
  2. Sie werden für mindestens 35 Stunden in der Woche bezahlt.
  3. Bis zu 42 Stunden werden zu Tariflohn geleistet.

Ein Kommentar

  1. Wie kommst du auf ein bis zwei Stunden länger? Die Arbeitszeit
    im ÖD wurde ver.di zufolge (mit Ausnahmeregelungen für
    Krankenhäuser, Versorgungsbetriebe und den Nahverkehr) doch
    nur um eine halbe Stunde auf 39,5 h im Westen erhöht?
    

    Kommentar von Jan Frederik — 7. April um 14:31

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