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   <title>Subprime-Unternehmen: Fordern und fördern</title>
   <category term="politik" scheme="tag:swolter.sdf1.org,2007:" label="Politik"/>

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      <p>Vie­le dis­ku­tie­ren ja der­zeit, ob der Staat den Ban­ken, die sich mit den
         fau­len Hy­po­t­he­ken in die ak­tu­e­lle Kri­se ge­ritten haben, mit di­cken 
         Finanzspritzen aus der Mi­se­re he­lfen soll. Die Be­für­wor­ter sa­gen: "Klar,
         nur los, sonst kommt die Wirt­schaft in ar­ge Sch­wie­rigkei­ten." Und die
         Ge­gner se­hen nicht ein, dass wir al­le zah­len sol­len, weil die Bank­ma­na­ger
         in ih­rer Gier zu ho­he Ri­siken ein­ge­gan­gen sind.</p>
      <p>Na­tür­lich haben bei­de Sei­ten Recht. Wir kön­nen es uns nicht lei­s­ten, die
         Wirt­schaft jetzt ge­gen die Wand fah­ren zu lassen, so wie es ei­gentlich
         nö­tig wä­re, denn das wür­de al­len scha­den. Wir kön­nen aber auch nicht ein­fach
         die Ko­s­ten die­ses Cras­hes der Al­lge­mein­heit aufbür­den, denn das er­mu­tigt
         die Spe­ku­lan­ten nur noch mehr.</p>
      <p>Deswe­gen sol­lten wir auf die Pa­ro­le zu­rück­grei­fen, den wir für an­de­re
         Staats­al­mosen aus­ge­geben haben: Wir för­dern die Ban­ken, aber wir for­dern
         auch Umstruk­tu­rie­run­gen. Und Umstruk­tu­rie­run­gen heißt nicht, ein paar Köp­fe
         rol­len zu lassen oder Abtei­lun­gen neu zu­zu­ordnen, nein, so ein­fach läuft das
         nicht, denn das tä­te den Ei­gnern und Ma­na­ge­rn nicht weh. Wenn ei­ne Bank Geld
         vom Staat will, dann muss sie sich zu­mi­ndest teil­wei­se so­zia­li­sie­ren, dann
         muss sie ih­ren An­ge­ste­llten und ih­rer Kommu­ne einen Teil ih­rer An­tei­le
         über­schreiben.</p>
      <p>Der Staat lässt kei­nen hän­gen, aber wir sind kei­ne Sa­ma­ri­ter.</p>
   </div></content>
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