Pnyxomancer

27. März 2008

Subprime-Unternehmen: Fordern und fördern

Abgelegt unter: PolitikSteve um 14:12

Viele diskutieren ja derzeit, ob der Staat den Banken, die sich mit den faulen Hypotheken in die aktuelle Krise geritten haben, mit dicken Finanzspritzen aus der Misere helfen soll. Die Befürworter sagen: "Klar, nur los, sonst kommt die Wirtschaft in arge Schwierigkeiten." Und die Gegner sehen nicht ein, dass wir alle zahlen sollen, weil die Bankmanager in ihrer Gier zu hohe Risiken eingegangen sind.

Natürlich haben beide Seiten Recht. Wir können es uns nicht leisten, die Wirtschaft jetzt gegen die Wand fahren zu lassen, so wie es eigentlich nötig wäre, denn das würde allen schaden. Wir können aber auch nicht einfach die Kosten dieses Crashes der Allgemeinheit aufbürden, denn das ermutigt die Spekulanten nur noch mehr.

Deswegen sollten wir auf die Parole zurückgreifen, den wir für andere Staatsalmosen ausgegeben haben: Wir fördern die Banken, aber wir fordern auch Umstrukturierungen. Und Umstrukturierungen heißt nicht, ein paar Köpfe rollen zu lassen oder Abteilungen neu zuzuordnen, nein, so einfach läuft das nicht, denn das täte den Eignern und Managern nicht weh. Wenn eine Bank Geld vom Staat will, dann muss sie sich zumindest teilweise sozialisieren, dann muss sie ihren Angestellten und ihrer Kommune einen Teil ihrer Anteile überschreiben.

Der Staat lässt keinen hängen, aber wir sind keine Samariter.

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