Pnyxomancer

9. Juli 2008

Loslassen können

Abgelegt unter: TagebuchSteve um 23:52

Ich finde in den letzten Wochen durch meine Prüfungen und Arbeit immer weniger Zeit, mich in den Fachschaftsaktivitäten zu involvieren. Nun, besser gesagt, einzumischen – denn eigentlich hätte ich der nächsten Generation schon lange das Feld überlassen sollen und wollen. Aber trotzdem ist es sehr schwer, die ganze Sache einfach los- und laufen zu lassen.

In diesen Tagen wird mir erst klar, wie falsch ich mit dem Gedanken lag, dass man so etwas wie eine Fachschaft an Nachfolger übergeben könnte. Übergeben tut man nämlich Häuser, Höfe oder Schiffe, nicht Fachschaften. Jede politische Organisation besteht nur zur Hälfte aus ihren messbaren Eigenschaften wie Methoden, Wissen und Kontakten; die andere Hälfte sind Ziele, Träume und Ansichten, und die müssen notwendigerweise verschieden sein.

Schade nur, dass ich von diesen neuen Ansichten nicht viel halten kann. Dieser Tage wird viel zu gern mit Vermutungen gearbeitet und im großen Kreise gemauschelt, statt jemanden zu fragen, wie denn die Dinge sind. Regelstudienzeit wird zum Mantra, und man zieht sich selbst aus falsch verstandener Rücksichtnahme die politischen Zähne.

Eigentlich, eigentlich gehen mich diese Dinge ja nun nichts mehr an. Aber es ist trotzdem verdammt schwer, die „Kleinen” einfach so machen zu lassen. Na ja, aber es muss ja sein, und besser früher als später. Helfen lässt sich da sowieso niemand mehr.

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