Pnyxomancer

29. Mai 2008

Indiana Jones: The next generation

Abgelegt unter: MedienSteve um 10:17

Gestern habe ich mich mit einigen Studienanfängern ins Kino verirrt, um den neuen und wohl letzten Indiana Jones zu schauen.

Ich kann euch gleich sagen: Dieser Film ist definitiv obere Mittelklasse. Er kommt nicht an den dritten Teil heran, schlägt sich aber mit Bravour mit anderen aktuellen Actionfilmen. Die Kernschauspieler sind bis auf einen[1] sehr glaubwürdig und einfach passend – Harrison Ford ist und bleibt die Idealbesetzung für Indy –, die Story ist gut, Drehbuch und Synchronisation auch.

Was zu einem Film der Oberklasse fehlte und was das Filmerlebnis einfach getrübt hat, war eine gut geführte Schere. Ja, einfach ein Mensch, der an den richtigen Stellen sagt: „Das brauchen wir hier nicht.” Der den Mumm hat, eine Szene einfach nicht mit in den Film zu nehmen, wenn sie nicht wichtig und nicht toll ist. Solche Menschen fehlen im heutigen Filmgewerbe – vielleicht auch deswegen, weil Szenen dank Computeranimation immer billiger werden.

Beispiel aus dem Indy: Aus irgendeinem Grund lassen sie Indy, der gerade aus dem Expositionsgefecht mit den Russen entkommen ist, in der Atomversuchsstadt aus Plastik in Nevada auflaufen, in der man die Wirkung der Atombombe erforschen wollte. Er überlebt natürlich deswegen, weil er sich in den bleivermantelten Kühlschrank quetscht, der von der Druckwelle einige hundert Meter weit geschleudert wird. Danach wird die Szene nie wieder erwähnt. Sie steht da einfach so, als ein Artefakt ungezügelten Spieltriebs.

Und der Streifen ist voll von solchen Dingen. Schade um einen guten Film.

[1] Spoiler: Indys Sohn.

Zwei Kommentare

  1. *räusper* Studienanfänger?
    
    Ansonsten kann man dem nur zustimmen. :)  
    

    Kommentar von Patrick&Tim — 29. Mai um 13:56

  2.  *räusper* Studienanfänger?
    
    Ansonsten Zustimmung. :)  

    Kommentar von Patrick&Tim — 29. Mai um 13:58

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