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   <title>Der Kardinal schlägt zurück: Folge 3</title>
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   <content type="xhtml"><div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
      <p>Padre Do­mi­ngos braucht nicht lan­ge, um den Tod Bi­schof la Du­re­lles
         festzu­ste­llen. „Von uns ging ein gu­ter Mann” fügt er noch
         hin­zu, als er den al­ten Mann aufrecht hin­setzt, um ihm die Au­gen zu
         schließen – und schaut dann ver­wun­dert auf ei­ne Handvoll Wor­te,
         die der Bi­schof in sei­nen letzten Atemzü­gen mit sei­nem ei­ge­nen Blut
         auf den Tisch schrieb:</p>
      <blockquote>
         <p>Wo der Hammer Got­tes<br/>
            auf die dunk­len Hor­den<br/>
            traf, dort sucht <br/>
            Sch­wert und Schild.<br/></p>
      </blockquote>
      <p>Noch wäh­rend der Padre die­se Wor­te in sei­nem Mund wälzt, hat An­to­nio
         den Kampfplatz du­rch­sucht und hält tri­umphie­rend einen Sie­gelring in
         der Hand: „Hah! Ich wusste doch, sie hin­ter­lassen immer ei­ne
         Spur!” Doch An­drés treibt die Ch­a­rak­tere schon wie­der zur Tü­re
         hin­aus, im si­che­ren Wissen, dass die Mör­der noch nicht weit sein
         kön­nen.</p>
      <p>Und wirk­lich, kaum hat ein Kup­fer­stück am Ran­de des Kir­chen­vor­platzes
         sei­nen Be­sitzer ge­wech­selt, haben un­se­re Helden die Spur auch schon
         aufge­nommen. Ei­nen Wa­gen hat ih­nen der Bett­ler am Straßen­rand be­schrieben,
         einen Wa­gen, der mit un­ge­wöhn­li­cher Ei­le den Platz ver­ließ und ihn fast
         umge­fah­ren hät­te.</p>
      <p>Schon ei­ni­ge Straßen wei­ter fin­den sie nach neu­er­li­chem
         schar­fen Ritt an neu­er­lich schimp­fen­den Straßen­händlern vorbei den Wa­gen.
         Doch oh mon­dieu! Um ihn her­um ste­ht und ge­ht ein gu­tes halbes Dut­zend
         Män­ner des Kar­di­nals in ih­ren leuch­tend ro­ten Uni­for­men, und auf ihm liegt
         ein ver­letzter Mönch re­gungs­los da. „Es scheint mir,“ merkt
         Padre Do­mi­ngos noch an, „die­ser Bett­ler bedarf ei­ner Wun­der­hei­lung.
         Er muss blind sein, wenn er die­se Wa­chen und den halbto­ten Mann über­se­hen
         hat.”</p>
      <p style="font-size: smaller;">Mei­ne Erin­ne­rung an den fol­gen­den Teil ist lei­der
         recht ver­schwommen.</p>
      <p>Tja, es bleibt kei­ne Zeit, über die­se Fra­ge nach­zu­den­ken. Schon beugt
         sich An­to­nio zu ei­nem der Stän­de hin­un­ter, um mit ei­nem kraft­voll
         ge­wor­fe­nen Hufeisen den Leut­nant der Grup­pe aus­zu­schal­ten. An­drés und
         der Padre pre­schen in die Grup­pe hin­ein und tei­len nach links und rechts
         kraft­vol­le Hiebe aus; Min­dreds Sch­wert­knauf schickt zwei flüch­ten­de Rotrö­cke
         ins Land der Träu­me; und wäh­renddessen holt An­to­nio mit ei­nem beherzten Sprung
         den letzten Kar­di­na­li­s­ten vom Bock. Der letzte Kar­di­na­list flie­ht in die
         Me­nge, und un­se­re Helden tran­s­por­tie­ren den ver­letzten Mönch schne­ll zum
         Haus­arzt Jac­ques du Ro­gues.</p>
   </div></content>
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