Pnyxomancer

22. Juni 2008

Der Kardinal schlägt zurück: Folge 3

Padre Domingos braucht nicht lange, um den Tod Bischof la Durelles festzustellen. „Von uns ging ein guter Mann” fügt er noch hinzu, als er den alten Mann aufrecht hinsetzt, um ihm die Augen zu schließen – und schaut dann verwundert auf eine Handvoll Worte, die der Bischof in seinen letzten Atemzügen mit seinem eigenen Blut auf den Tisch schrieb:

Wo der Hammer Gottes
auf die dunklen Horden
traf, dort sucht
Schwert und Schild.

Noch während der Padre diese Worte in seinem Mund wälzt, hat Antonio den Kampfplatz durchsucht und hält triumphierend einen Siegelring in der Hand: „Hah! Ich wusste doch, sie hinterlassen immer eine Spur!” Doch Andrés treibt die Charaktere schon wieder zur Türe hinaus, im sicheren Wissen, dass die Mörder noch nicht weit sein können.

Und wirklich, kaum hat ein Kupferstück am Rande des Kirchenvorplatzes seinen Besitzer gewechselt, haben unsere Helden die Spur auch schon aufgenommen. Einen Wagen hat ihnen der Bettler am Straßenrand beschrieben, einen Wagen, der mit ungewöhnlicher Eile den Platz verließ und ihn fast umgefahren hätte.

Schon einige Straßen weiter finden sie nach neuerlichem scharfen Ritt an neuerlich schimpfenden Straßenhändlern vorbei den Wagen. Doch oh mondieu! Um ihn herum steht und geht ein gutes halbes Dutzend Männer des Kardinals in ihren leuchtend roten Uniformen, und auf ihm liegt ein verletzter Mönch regungslos da. „Es scheint mir,“ merkt Padre Domingos noch an, „dieser Bettler bedarf einer Wunderheilung. Er muss blind sein, wenn er diese Wachen und den halbtoten Mann übersehen hat.”

Meine Erinnerung an den folgenden Teil ist leider recht verschwommen.

Tja, es bleibt keine Zeit, über diese Frage nachzudenken. Schon beugt sich Antonio zu einem der Stände hinunter, um mit einem kraftvoll geworfenen Hufeisen den Leutnant der Gruppe auszuschalten. Andrés und der Padre preschen in die Gruppe hinein und teilen nach links und rechts kraftvolle Hiebe aus; Mindreds Schwertknauf schickt zwei flüchtende Rotröcke ins Land der Träume; und währenddessen holt Antonio mit einem beherzten Sprung den letzten Kardinalisten vom Bock. Der letzte Kardinalist flieht in die Menge, und unsere Helden transportieren den verletzten Mönch schnell zum Hausarzt Jacques du Rogues.

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