Pnyxomancer

9. Juni 2008

Der Kardinal schlägt zurück: Folge 1

Die vier Hauptfiguren unseres Dramas sitzen nach einigen ruhig verlebten Tagen gemeinsam an der festlich gedeckten Tafel von Jacques du Rouge. Die allgemein fröhliche Stimmung wird jedoch plötzlich etwas ruhiger, als Padre Domingos de la Ortilla den Kameraden berichtet, dass er noch am gleichen Abend sich mit Bischof la Durelle treffen wird, um die Geheimnisse von Schwert und Schild zu lüften, die den Helden im letzten Abenteuer anvertraut wurden. In seiner gewohnten Ruhe setzt Antonio an, der Gruppe von seinem letzten Abenteuer zu erzählen:

Neulich befand ich mich auf Reisen in der Gegend von Meaux[1], als mir zufällig eine Unterhaltung ans Ohr drang, die unsere gutaussehende Freundin Milady de Winter führte. Ihr Inhalt könnte für euch von Interesse sein, Padre, denn sie erzählte etwas von Schwert und Schild eines gewissen Bormend, die bei ebendiesem Bischof la Durelle gelagert seien, von dem ihr spracht. Leider musste ich auch schon wieder wei–

Wo ihn Padre Ortilla auch schon unterbricht: „Bohemund, Cretin! Anführer des ersten Kreuzzuges von Konstantinopel bis Antioch und dann König dieser großartigen Stadt. Doch wir haben keine Zeit für Geschichtsstunden, der Bischof schwebt in höchster Gefahr!”

Die Pferde stehen schon fertig gesattelt vor dem Haus, unsere Helden sind derlei Überraschungen gewöhnt und die Diener du Rouges ebenso. Im wilden Galopp reiten sie kurz später durch die Stadt, Einwohner verscheuchend, Marktstände umreitend und die wütenden Schreie der Garde ignorierend. Ihr Ziel ist Notre Dame de Paris, der Sitz des Bischofs, und die Zeit läuft ihnen davon.

[1] Der aufmerksame Leser wird sicher schon erahnen, dass diese Reisen ihn ins bekannte Nonnenkloster zu Meaux geführt hatten, doch das ist eine andere Geschichte.

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