Pnyxomancer

25. September 2008

Der Kardinal schlägt zurück: Folge 7

Wir machen in der Ge­schich­te hier einen klei­nen Sprung: Die Cha­rak­tere ha­ben vom ver­letz­ten Mönch aus der letz­ten Fol­ge er­fah­ren, dass der Bi­schof zwei Brü­der mit dem Schwert und Schild Bo­h­e­munds aus­ge­schickt ha­t­te, be­vor er starb. Das Rät­sel auf sei­n­em Tisch führ­te sie na­ch Tours, wo Karl Mar­tell auf die Mauren ge­t­ro­ffen war.

Auf dem Weg ha­t­ten sie ei­ni­ge Aben­teuer zu be­st­ehen und trafen auf ih­re Kon­trahen­ten im Ren­nen um die Ar­te­fak­te, Ro­che­fort so­wie Jaime und Con­stan­ze del Cor­do­ba, zwei spani­sche Ad­li­ge vom Gehei­mor­den der Rit­ter von Ro­se und Kreuz. Al­le drei ver­folg­ten die Spur der Waffen bis zum Château de Châteudaux, ei­n­em ver­fal­le­nen Schloss in­mi­t­ten ei­nes al­ten Wal­des. Jaime und Con­stan­ze, spani­sche Edel­leute, sind bei den Cha­rak­teren.

Mit beherz­t­em Schwun­ge über­win­det An­to­nio Ven­dic­ce die Mau­er des Château und stol­ziert auf den In­nen­hof des Schlosses, in dessen Mit­te sich ein stol­zer Burg­fried er­hebt – um einen Mome­nt spä­ter an­ge­wur­zelt st­ehen zu blei­ben, als er den ge­such­ten Mönch und Ro­che­fort wahr­nimmt, die Rücken an Rücken auf dem Ho­fe blank ge­zo­gen ha­ben.

Mehr als nur ein we­nig ver­wirrt wird er dabei von der Tat­sache, dass sei­ne ge­wohnt treffen­den Sti­che­lei­en nicht ein­mal Ro­che­forts Aufme­rk­sam­keit er­r­egen. Mit beherz­t­em Schritt und ge­zo­ge­n­em Schwer­te läu­ft er auf das un­ge­wöhn­li­che Duo zu, be­reit, Ro­che­fort end­lich zu stel­len, als die Welt um An­to­nio her­um ver­schwimmt, wabert und sich ver­wan­delt.

Als sei­ne Sicht aufklart, sind Turm und die bei­den Kar­di­na­li­sten zwar noch da, aber das Schloss st­eht in al­ter Pracht da und ist be­lebt. In großer Über­raschung und leich­ter Panik zi­eht An­to­nio sich in ei­ne Men­schen­me­n­ge hin­ter ihm zurück und ver­scha­fft sich einen neu­en Über­blick: Er st­eht tatsäch­lich auf ei­n­em mi­t­tel­al­ter­li­chen Burg­platz, die­ser ist tatsäch­lich be­lebt und die so lan­ge ge­jag­ten Kar­di­na­li­sten wur­den von den Wachen des Schlosses um­ringt. Un­ser Italie­ner ist ge­rade schon im Begriff, die näch­ste hol­de Dame na­ch ei­ner Ein­füh­rung in die Din­ge zu fra­gen, als die Welt schon wie­der ver­schwimmt und er wie­der auf dem ver­fal­le­nen Burg­platz st­eht. Pad­re de la Or­til­la legt ihm ei­ne Hand auf die Schul­ter: "Das war sehr kna­pp, An­to­nio. Gott hat dich wie­der ein­mal ge­ret­tet."

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